Ein großer Teil der Kameras, die es heute im Handel zu kaufen gibt, ist mit einer Wlan-Funktion ausgestattet. Für Freunde sozialer Netzwerke ist das ein nettes Extra. Für Menschen, die sich professionell mit Fotografie beschäftigen – Fotografen, Blogger oder Journalisten zum Beispiel – kann dieses nette Extra manchmal sogar über Kauf oder Nichtkauf einer Kamera entscheiden. Denn es ermöglicht, Fotos von der Kamera ohne Umwege über PC oder Laptop sofort in sozialen Netzwerken zu posten. Das bedeutet, dass diejenigen, die Fotos von unterwegs veröffentlichen möchten, nicht mehr ausschließlich auf die Kamera in ihrem Smartphone oder Tablet angewiesen sind. Auch für eine schnelle Veröffentlichung – zum Beispiel aus dem Restaurant, dem Urlaub oder vom Termin – kann jetzt ein hochauflösendes, qualitativ hochwertiges Foto aus der Spiegelreflexkamera oder der Systemkamera genommen werden.

Wer seine Kamera bereits vor einigen Jahren gekauft hat oder beim Kauf Wert auf andere Eigenschaften gelegt hat, muss aber nicht gleich über eine Neuanschaffung nachdenken. Ganz unkompliziert habe ich auch bei meiner Canon EOS 7D Mark II eine Wlan-Funktion nachgerüstet: durch den Einsatz einer wlanfähigen SD-Karte, der Toshiba FlashAir W-03.

Karte rein, Passwort auswählen, los geht’s!

Die Inbetriebnahme der Flashair ist einfach und geht ruckzuck. Wer sie nutzen will, benötigt lediglich eine entsprechende App, die er im Appstore oder bei Google Play herunterlädt.

Sobald die Kamera eingeschaltet wird, erstellt die Karte automatisch ein sichtbares Wlan, in welches andere Geräte, etwa ein Smartphone, sich auf dem üblichen Weg einwählen können. Dieser automatische Vorgang erfolgt jedes Mal, wenn die Kamera eingeschaltet wird. Um Strom zu sparen, wird diese Verbindung nach einer Weile wieder deaktiviert, sofern keine Verbindung aufgebaut worden ist. Wie lange dieser Zeitraum dauert, kann eingestellt werden, unter anderem in der App.

Aus Sicherheitsgründen sollte beim ersten Nutzen der Karte sofort ein sicheres Passwort eingerichtet werden. Denn solange das nicht geschieht, bleibt die Karte nur durch das von Werk aus voreingestellte Passwort geschützt. Und das kennen nicht nur diejenigen, die eine solche Karte ebenfalls besitzen. Sondern auch all jene, die Google bedienen können, können es ganz einfach herausfinden. Das voreingestellte Passwort durch ein neues, starkes Passwort zu ersetzen, sollte deshalb eure erste Amtshandlung sein, zum Schutz eurer persönlichen Daten und Bilder.

Wie die Flashair funktioniert

Schaltet ihr die Kamera ein, stellt nun also die Karte ein Wlan her. Das kann einen kurzen Moment dauern. An der entsprechenden Stelle in den Einstellungen eures Smartphones taucht dieses Wlan auf und kann angewählt werden. Wenn ihr im Anschluss die FlashAir-App öffnet, zeigt sie nach wenigen Sekunden die Fotos und Videos an, die sich auf der Karte befinden. Angezeigt und heruntergeladen werden, können die gängigen Dateiformate, RAW-Dateien können – je nachdem, welche Ansicht eingestellt ist – zwar heruntergeladen, aber nicht dargestellt werden.

Die App erstellt erst einmal lediglich Thumbnails, aus denen ihr eure Favoriten anschauen und auswählen könnt. Aufs Handy heruntergeladen werden die Dateien erst dann, wenn ihr diesen Vorgang bestätigt. Die Übertragung dauert bei Geschwindigkeitsklasse 10 je nach Dateigröße nur einige Sekunden. Um ein ganzes Shooting herunterladen, ist dieser Übertragungsweg also nicht geeignet. Für eine kleine Auswahl der besten Motive aber ist die Flashair perfekt.

Theoretisch können die Fotos nun sofort gepostet oder verschickt werden. Den Umweg über ein Bildbearbeitungsprogramm spart sich der anspruchsvolle Nutzer allerdings nicht, denn die Bilder, die auf dem Handy oder Tablet landen, haben lediglich die Bearbeitung hinter sich, die ein JPG-Foto klassischerweise in einer Kamera durchläuft: leichte Anpassung von Schärfe, Farbe, Kontrast und Komprimierung. Wer sein Foto bei Instagram posten möchte und einen der dortigen Filter nutzt, für den mag das bereits an Beabeitung reichen. Wer jedoch ein farbneutrales Foto für seinen Blogartikel anstrebt, der muss noch einmal mithilfe einer App Hand anlegen.

In der App lassen sich unkompliziert die wichtigsten Einstellungen der Wlan-Karte vornehmen. Das sind zum Beispiel die Änderung des Passworts sowie der Wlan-Kennung aber auch die praktische Internet-Pass-Through-Funktion kann dort aktiviert werden. Diese ermöglicht es Smartphone, Tablet oder PC, gleichzeitig mit der Karte verbunden zu sein und im heimischen WLAN zu surfen. Eine nützliche Funktion, die erst mit einem Update der Firmware eingerichtet worden ist.

Schnell, hilfreich, macht Spaß

Einen Urlaub ohne meine Wlan-Karte kann ich mir schon wenige Monate, nachdem ich sie gekauft habe, nicht mehr vorstellen. Das unmittelbare Posten schöner Fotos macht einfach Spaß und ich bin froh, dafür nicht mehr auf die Smartphone-Kamera angewiesen zu sein. Auch meine Arbeit als Social-Media-Managerin hat die nachgerüstete Wlan-Funktion erleichtert. Die FlashAir von Toshiba gibt es zum Beispiel mit 32 GB Speicherplatz ab einem Preis von circa 37 Euro. Für mich war dieser Preis gut investiertes Geld.

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