Da wir seit einigen Monaten in einem Stadtteil von Koblenz leben, der ländlich und vor allem etwas höher liegt, wache ich seit über einer Woche fast täglich zu einer weißen Schneepracht auf. Doch die milden Temperaturen der vergangenen Tage verhindern, dass der Schnee länger als ein paar Stunden liegen bleibt. Innerhalb kurzer Zeit verschwindet fast alles wieder von Straßen, Wiesen und Dächern – und zurück bleibt nur graue Tristesse. Um den Schnee und den Winter in seiner ganzen Schönheit genießen zu können, heißt es also: raus aus der Stadt und ab aufs Land. Wir fahren dafür am liebsten in den nahen Unterwesterwald. Heute hat es uns für eine Winterwanderung zum Beispiel nach Welschneudorf getrieben.

Das kleine Dorf liegt fünf Kilometer von Montabaur entfernt, ist mit dem Auto also auch von Koblenz im Handumdrehen zu erreichen. Direkt an der Kirche in der Ortsmitte liegt ein kleiner Parkplatz, der auch dann notdürftig geräumt wird, wenn das Dorf im Schnee zu versinken droht. Von dort aus benötigt man nur fünf Gehminuten zum Waldrand, der zu einem langen Spaziergang einlädt, zum Beispiel bis zur Höhe mit wundervollem Blick über die schneebedeckten Bäume. Die Haupt-Wanderwege im Wald sind für Spaziergänger vorbereitet, sodass man nicht Gefahr läuft, im Tiefschnee zu versinken.

Ganz fantastisch soll man übrigens im Gasthaus zum Hannes essen (und Whisky trinken) können. Getestet habe ich das allerdings noch nicht.