Als sie 2012 in die Liste der „Places to see before you die“ aufgenommen wurde, bescherte ihr das weltweite Berühmtheit: Die Rede ist von der Heerstraße in Bonn. Seit eben diesem Jahr pilgern immer im April Tausende Touristen nach Bonn, um die Kirschblütenalleen in Heer-, Max- und Breite Straße in voller Blüte zu sehen, Selfies unter den Blüten aufzunehmen und Fotos von der Sakura in die Welt zu schicken.

Die Stadt Bonn hat das Potenzial der Bäume, die zur Blütezeit zu einem langen, rosafarbenen Tunnel über der Straße verschmelzen, schnell entdeckt und auf den neuen Touristenandrang reagiert. Ebenfalls seit 2012 veranstaltet sie zur schönsten Blütezeit – immer Mitte oder Ende April – das Kirschblütenfest. An einem Samstag lockt dann ein buntes Programm in die Bonner Altstadt. Auf zwei Bühnen spielen junge Bands Livemusik, auch aus Hinterhöfen und Kneipen dringt laute Musik. Cafés, Restaurants und Geschäfte werben um Kunden und ein Flohmarkt, bei dem Privatleute vor ihren Häusern Gebrauchtes anbieten, zieht sich durch die ganze Innenstadt.

Es ist wahnsinnig voll an diesem Tag, durch die Menge schieben ist angesagt. Aber das Ambiente ist schön, die Stimmung auch. Touristen fotografieren sich gegenseitig, Bonner profitieren von den vielen Besuchern. Fotografen, die aber planen, die langen, wunderschönen Blütentunnel zu fotografieren, sollten unter der Woche kommen.