Huckleberry Fling

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Travel, Adventure, Photography

Acht Wege, mit unhöflichen Menschen umzugehen

“How people treat you is their karma, how you react is yours.” – Wayne Dyer Wenn mich jemand sprachlich angreift oder mit einem unhöflichen Satz überrumpelt, brauche ich Zeit, um die richtige…

“How people treat you is their karma, how you react is yours.” – Wayne Dyer

Wenn mich jemand sprachlich angreift oder mit einem unhöflichen Satz überrumpelt, brauche ich Zeit, um die richtige Antwort zu formulieren. Leider hat man diese Zeit üblicherweise nicht zur Verfügung, denn das Zeitfenster für eine schlagfertige Antwort, die ihre Wirkung erzielt, bleibt maximal ein bis zwei Sekunden geöffnet. Das Ergebnis ist daher viel zu häufig, dass ich perplex und gedemütigt dastehe und mich maßlos ärgere – einerseits über das Verhalten meines Gegenübers, andererseits über mich selbst, weil ich mich auf diese Art behandeln lasse.

Ob sarkastische Bemerkungen, Anfeindungen oder unangenehme Ereignisse: Schlagfertige Menschen haben in jeder Situation sofort eine gute Antwort parat und können überraschende Momente deshalb viel besser meistern als solche Menschen, denen es an Schlagfertigkeit fehlt. Ich darf mich leider nicht zur ersten Sorte zählen, vielmehr bin ich der Typ Mensch, dem eine passende Reaktion erst einfällt, wenn er 15 Minuten später allein durchs im Treppenhaus geht. Umso kälter erwischt es mich, wenn Kollegen in mein Büro kommen und ohne mit der Wimper zu zucken ihre Unarten oder ihre schlechte Laune an mir auslassen.

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Wieso uns ein bisschen weniger Perfektionismus guttut

Wenn ich in Bewerbungsgesprächen danach gefragt worden bin, was mich auszeichnet, habe ich viele Jahre voller Stolz „Mein Perfektionismus“ gesagt. Heute, drei Arbeitgeber und einige Jahre Berufserfahrung später, hat sich…

Wenn ich in Bewerbungsgesprächen danach gefragt worden bin, was mich auszeichnet, habe ich viele Jahre voller Stolz „Mein Perfektionismus“ gesagt. Heute, drei Arbeitgeber und einige Jahre Berufserfahrung später, hat sich meine Einstellung zum Perfektionismus verändert. Ich hadere mit ihm, betrachte ihn zumindest zwiegespalten.

Wo immer ich gearbeitet habe, gab es Kollegen, die es mit der Arbeitsmoral nicht ganz so ernst nahmen. Vermutlich kennt jeder ambitionierte Arbeitnehmer diesen Typ Mensch, den ich meine. Er erledigt seine Arbeit maximal halbherzig und ignoriert Fehler, die er bemerkt oder auf die jemand anders ihn aufmerksam macht, ohne auch nur einen einzigen Gedanken daran zu verschwenden. Seine Einstellung scheint „40 Prozent tun es doch auch“ zu sein, zumindest aber „Mir doch egal, ich lass das jetzt so“. Auf Kritik reagiert er in der Regel beleidigt, was eventuell darauf hindeutet, dass er sich seiner fragwürdigen Einstellung zumindest bewusst ist.

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Fotografieren für Blogger: der lange Weg zum Buch

Es gibt Tage, ja selbst kurze Momente, die dein Leben verändern. Davon war ich immer überzeugt, bin es noch. Ob der 13. Januar 2016 ein solcher Tag war, ob sich mein…

Es gibt Tage, ja selbst kurze Momente, die dein Leben verändern. Davon war ich immer überzeugt, bin es noch. Ob der 13. Januar 2016 ein solcher Tag war, ob sich mein Leben verändern wird, ob alles, was in den kommenden Jahren passiert, an diesem Tag seinen Anfang genommen hat, das vermag ich in diesem Moment noch nicht zu sagen. Vielmehr ist es ja so, dass sich große, grundlegende Veränderungen erst mit zeitlichem Abstand erkennen lassen. In einem Jahr vielleicht. Oder in zweien. Aber niemals dann, wenn sie geschehen. Im Rückblick aber werde ich wissen, dass es dieser Tag war, der in erbarmungsloser Konsequenz zu diesem und dann zu jenem Ereignis geführt hat. Oder eben nicht, wer weiß?

Genug des Pathos. Vielleicht hat der 13. Januar 2016 mein Leben nicht verändert oder vielmehr: nicht langfristig. Unbestritten ist aber, dass ich ihn so schnell nicht vergessen werde. Und das, obwohl es ein wenig spektakulärer Tag war, bis am Nachmittag eine E-Mail in meinem Postfach eintrudelt. Es ist nicht das erste Mal, dass ich eine Kooperationsanfrage für meinen Blog bekomme. Es passiert eher sporadisch, aber es passiert. Eine solche vermute ich daher hinter der Mail mit dem Betreff „Interesse an Buchprojekt?“. Eine Viertelsekunde schwebt der Mauszeiger über der E-Mail. Vermutlich ist ohnehin nur eine unpassende Anfrage drin, die ich höflich ablehne oder gleich ignoriere. Womöglich ist es sogar Spam.

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25 Tipps gegen den Novemberblues

Der November bringt Jahr für Jahr eine unangenehme Seite in mir hervor. Weil der Sommer vorbei ist, die Sonne sich rar macht und monatelange Kälte bevorsteht, werde ich für eine Weile lethargisch und…

Der November bringt Jahr für Jahr eine unangenehme Seite in mir hervor. Weil der Sommer vorbei ist, die Sonne sich rar macht und monatelange Kälte bevorsteht, werde ich für eine Weile lethargisch und antriebslos. Ja, jede Jahreszeit hat ihre schönen Eigenschaften. Ja, seit langem knistert wieder der Kamin im Wohnzimmer. Ja, endlich findet man wieder mehr Zeit für gute Bücher, Tee schmeckt wieder, man genießt Zeit zu zweit zu Hause, statt ständig auf Achse zu sein. Und ja, man freut sich auf Weihnachten und die verheißungsvolle Stimmung, die Silvester und Neujahr mit sich bringen … ja, das stimmt alles. Aber bis es so weit ist, bis ich das alles nicht nur weiß, sondern auch fühle, gehen oftmals ein paar Wochen ins Land. Zeit, in der mein Körper irgendwie noch nicht verstanden habt, dass jetzt der Winter kommt. Zeit, in der ich mich am Sommer festkralle, obwohl er eigentlich längst vorbei ist. Dann brauche ich immer mal wieder kleine Tricks, um mich aus dem Novemberblues und aus (kurzen) Momenten der Lethargie herauszuziehen. Oft helfen schon Kleinigkeiten, zum Beispiel ein kurzer Spaziergang oder ein Ortswechsel während der Arbeit. Du kennst das Problem? Dann habe ich ein paar Impulse für dich, wie du den Novemberblues bekämpfen kannst, bevor er sich breitmacht.

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Einfach mal raus: ein Wochenende in Zandvoort

2016 war ein aufregendes Jahr für mich. Wer meinen Blog und meine Accounts in den sozialen Netzwerken ein bisschen verfolgt, an dem dürfte das eigentlich nicht vorübergegangen sein. In wenigen…

2016 war ein aufregendes Jahr für mich. Wer meinen Blog und meine Accounts in den sozialen Netzwerken ein bisschen verfolgt, an dem dürfte das eigentlich nicht vorübergegangen sein. In wenigen Wochen bringe ich ein Buch im Rheinwerk Verlag heraus. Dieses Buch ist das größte Projekt, das ich jemals habe stemmen müssen/dürfen. Das war auf der einen Seite wundervoll, weil ich viel gelernt habe: über Selbstorganisation, über Zusammenarbeit, über Disziplin. Aber dieses Jahr, da will ich ehrlich sein, hat mich auch viel Kraft gekostet. Und wo holt man sich Kraft wieder, wenn man sie braucht? Ich kann das besonders gut am Meer. Also sind wir vor wenigen Wochen für ein Wochenende in Zandvoort in den Niederlanden gewesen.

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Einzelzimmer in Stockholm: über das Alleinreisen

„Leave an extrovert alone for two minutes and he will reach for his cell phone. In contrast, after an hour or two of being socially „on,“ we introverts need to…

„Leave an extrovert alone for two minutes and he will reach for his cell phone. In contrast, after an hour or two of being socially „on,“ we introverts need to turn off and recharge. My own formula is roughly two hours alone for every hour of socializing. This isn’t antisocial. It isn’t a sign of depression. It does not call for medication. For introverts, to be alone with our thoughts is as restorative as sleeping, as nourishing as eating. Our motto: „I’m okay, you’re okay — in small doses.“

Quelle: „Caring for Your Introvert“, Jonathan Rauch, theatlantic.com

Mein Schlüsselerlebnis war ein schulinternes Fußballturnier Ende der 90er-Jahre. Der Nachmittag war für unsere Schule ein regelrechtes Großereignis; rund um die Felder drängten sich Schüler, Lehrer und die Bewohner des angegliederten Internats. Von den Fünftklässlern bis zu den Abiturienten: Fast alle waren gekommen, um ihre Teams anzufeuern und gemeinsam zu feiern. Irgendwo in der Mitte: ich – mit jubelnden Freundinnen und grölenden Klassenkameraden.

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