Wie heißt es so schön? Liebe deine Stadt! In der Reihe „Ein Tag in Koblenz“ stelle ich die Stadt an Rhein und Mosel, die seit über sechs Jahren meine Heimatstadt ist, in allen vier Jahreszeiten vor. Denn jede Jahreszeit hat ihre schönen Orte und die perfekten Aktivitäten. Los geht’s mit dem Frühling.

Frühstück
Gutes Frühstück bekommt man in Koblenz natürlich in vielen Lokalitäten. Mit am liebsten gehe ich in das Pfefferminzje (Mehlgasse 12, mittlerweile nur noch vegetarische und vegane Gerichte) mit seinem wundervollen kleinen Innenhof. Da dieser aber eher was für die Sommertage ist, fällt die Wahl im Frühling zum Beispiel auf die Kaffeewirtschaft (Paradies 1). Das Frühstück dort ist bezahlbar, reichhaltig und variantenreich. An Sonntagen ist auch der Mini-Brunch in der Saubar (Münzstraße 16a) empfehlenswert. Über die eher langweilige und uninspirierte Inneneinrichtung kann man gut hinwegsehen, sobald Frühstück und Mittagessen aufgetischt werden. Für knapp unter 12 Euro gibt es im Anschluss sogar noch Kuchen und ein Heißgetränk. Noch ein Tipp: Zum Mini-Brunch auf jeden Fall rechtzeitig anmelden. Er ist sehr beliebt.

Spaziergang in den Rheinanlagen
Den Vormittag genießt man im Frühling am besten „im Grünen“, zum Beispiel in den Rheinanlagen, in denen man zwischen 10 und 12 vor allem Joggern und Radsportlern begegnet. Richtig voll wird es erst später und so hat man bis 11 Uhr alle Ruhe. Hier und da gibt es die Möglichkeit, in eine Weinwirtschaft oder ein Hotel einzukehren.

Mittagessen
Bei Einheimischen längst kein Geheimtipp mehr, aber ein absolutes Muss für Touristen ist das Essgeschäft (Altlöhrtor 30). Die Salate, Suppen, Gerichte und Panini, die im Angebot sind, sind lecker und leicht, der selbstgebackene Kuchen ein Traum. Und bei dem wundervollen Ambiente und der hübschen Inneneinrichtung ist es auch nicht schlimm, wenn es noch zu kalt ist, um draußen zu sitzen. Im ersten Stock ist es meistens etwa ruhiger. Wer nicht an Mittagspausenzeiten gebunden ist, sollte vor 12 oder nach 13 Uhr kommen. Denn rund um Mittag muss man vor allem an Werktagen mit einer langen Schlange rechnen.

Sightseeing
Der Frühling eignet sich perfekt, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt abzuklappern. Wieso der Frühling dazu so gut geeignet ist? Logisch: Es ist so warm, dass lange Spaziergänge schon richtig Spaß machen, aber nicht zu heiß. Und an einem herrlichen Sommertag vergräbt man lieber die Füße im Sand des Strands oder hängt im Biergarten ab. Und was steht alles auf der Sightseeing-Liste? Die Rheinpromenanden, die Altstadt, das Kurfürstliche Schloss, das Deutsche Eck und natürlich die Festung Ehrenbreitstein. Hoch geht es auf jeden Fall mit der Seilbahn, so lange sie ein Teil von Koblenz bleibt. Das Festungsplateau inklusive Ausblicksplattform und eines tollen Kinderspielpatzes kann einen eine Weile in Atem halten. Das ist aber gar nicht schlecht, denn die Seilbahnfahrt zurück in die Stadt sollte man auf jeden Fall erst nehmen, wenn schon die Sonne untergeht. Wunderschön!

Koblenz im Frühling

Abendessen
Eines meiner Lieblingsrestaurants in Koblenz ist das Syrtaki (Hohenzollernstraße 104). Es liegt etwas außerhalb der Innenstadt, ist aber sowohl zu Fuß als auch mit Bus oder Taxi gut zu erreichen. Die Preise sind gehoben, die Portionen dementsprechend groß. Bitte nicht vom wenig ansprechenden Äußeren abschrecken lassen und auf jeden Fall einen Platz im Inneren buchen. Draußen zu sitzen, macht an der Hauptstraße wenig Spaß. Wer kein Freund der griechischen Küche ist, dem empfehle ich als Alternative zum Beispiel die Pizzeria Sole (Eltzerhofstraße 13), in der allerbeste Pizza aus dem Steinbackofen serviert wird. In beiden Restaurants auf jeden Fall reservieren.

Cocktails
Leckere und bezahlbare Cocktails gibt es zum Beispiel im Luftschloss (Münzstraße 20). Wer vom Abendessen noch nicht geworden satt ist, bestellt zu den Getränken noch ein oder zwei Tapas dazu. Meist ist dort wenig los (wieso bloß?), daher wird man immer zügig bedient.