Der Rezeptbaum

Kürzlich hatte ich einen Brief in meinem Briefkasten. An und für sich könnte die Geschichte an dieser Stelle schon zu Ende sein, schließlich ist es in der heutigen Zeit kurios genug, wenn man einen Brief erhält. Ist sie aber nicht. Sie geht noch weiter.

In diesem Briefumschlag befand sich ein sogenannter Rezeptbaum. Das, werte Leser, ist ein Kettenbrief. Jetzt aber bitte nicht gleich panisch die Augen aufreißen und voller Abscheu das Browserfenster schließen. Bei einem Rezeptbaum muss man weder Unterwäsche verschicken noch Geld an Fremde überweisen noch einen Hefeteig füttern, von dem kein Mensch weiß, wie alt er schon ist. Nein. Bei einem Rezeptbaum verschickt man sein Lieblingsrezept – an ein paar Menschen, die man kennt und an einen Menschen, den man nicht kennt.

Ich finde das ganz süß – und das, obwohl ich wahrlich kein Fan von Kettenbriefen bin. Da ich auf der Suche nach Freunden, Kollegen und Bekannten, die mir nicht sofort die Freundschaft kündigen, wenn ich ihnen einen Kettenbrief schicke, leider kläglich versagt habe, dachte ich, ich frage mal die, die sich über Rezeptinspirationen immer freuen: meine Leser und andere Food-Blogger.

Long story short: Wer einen Rezeptbaum möchte, der schicke mir eine E-Mail mit seiner Adresse an [email protected]. Innerhalb weniger Tage geht der Brief inklusive meines Lieblingsrezeptes an euch raus. Ich freue mich über Resonanz.