Author: Katharina

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Mein erster Zweitausender: der Digerronden

Man sagt, es gibt diese Erlebnisse, die dich verändern. Momente, die dich erden und deinen Blick auf das Leben neu ausrichten. In 2015 Metern Höhe zu stehen, in die Ferne zu blicken und zu sehen, dass man ganz allein diese Höhe bewältigt hat, ohne fremde Hilfe, gehört definitiv dazu. In Norwegen habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Zweitausender bestiegen. Die Strecke fing idyllisch an: Auf schmalen Wegen, manchmal aus Kies, dann wieder aus Sand, näherten wir uns dem Digerronden. Aber mit jedem zurückgelegtem Meter, der uns näher an den Fuß des Berges brachte, wirkte der Anstieg steiler. Fast anderthalb Stunden Fußmarsch hatten wir schon hinter uns, aber kaum Höhenmeter bezwungen. Als bei rund 1400 Metern die ersten Mitglieder meiner Wandergruppe umkehrten, musste auch ich mich entscheiden. Die meisten derer, die sich entschlossen, weiterzugehen, waren gekommen, um den Berg zu bezwingen. Ich auch. Aber der Rest war trainierter, kräftiger, erfahrener. “Wer jetzt weitergeht, muss es bis zur Spitze schaffen”, hieß es. Es gab nur zwei Guides: Einer führte einen Teil der Gruppe hoch, der andere zurück ins Tal. “Katharina, du gehst …

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Über dem Hunsrück: Die Geierlay

Klar gehe ich am Eröffnungstag hin. Klar denken noch mehrere Hundert andere Menschen genau dasselbe. Klar wusste ich das vorher. Geändert hat es trotzdem nichts. Am 3. Oktober wurden über die Geierlay, die neue Brücke, die zwischen Mörsdorf und Sosbach im Hunsrück eine große Kluft überwindet und seit ihrer Fertigstellung Deutschlands längste Hängeseilbrücke ist, die Menschen regelrecht geschleust. Zu groß war das Interesse am Eröffnungswochenende. Ein schickes Instagram-Foto à la “Schaut her, ich bin allein auf einer einsamen Brücke mitten in wunderschöner Natur” war selbstverständlich Fehlanzeige. Das hielt mich aber nicht davon ab, sie mir mal anzuschauen, als einer der ersten Hundert einen Fuß drauf zu setzen. 380 Meter ist die Brücke lang, rund 100 Meter über dem Grund schwebt sie. Dank der Konstruktion mit Windabspannseilen wackelt sie kaum, selbst wenn viele Menschen drüber gehen. Wer also grundsätzlich schwindelfrei ist, der kann sich drauf wagen. Kinder, schmale Kinderwagen und Hunde mit Leine sind willkommen, Radfahrer auch - wenn sie absteigen und ihr Rad schieben. Insgesamt trägt die Brücke 50 Tonnen, das entspricht etwa 600 Personen, wenn man …

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Der Oreo Mug Cake aus dem Buch “Schoko Mug Cakes”

Was viele Blogleser über mich nicht wissen: Ich besitze keinen Backofen. Ein Blogger, der unter anderem übers Kochen und Essen schreibt und keinen Backofen besitzt – das gibt’s? Ja, das gibt’s. Um das Ganze etwas zu relativieren: Zum einen kenne ich Menschen, die einen Backofen besitzen und deren Küche mir quasi jederzeit offen steht, zum anderen besitze ich eine Mikrowelle mit Grillfunktion. Und manch einer würde sich wundern, was man mit der alles herstellen kann. Pizza zum Beispiel geht. Und auch Aufläufe funktionieren. Die Herangehensweise an manche Gerichte ist mitunter etwas anders, aber die Ergebnisse sind trotzdem immer erfreulich. Was mir dennoch immer zu meinem Glück fehlte, war die Möglichkeit, Kuchen zu backen. Wenn sich Besuch für den Nachmittag ankündigt, schlage ich grundsätzlich ein Treffen in der Stadt vor. Wie schön wäre es, auch mal ein Treffen zu Hause arrangieren zu können. Und in dem Moment, in dem die Gäste die Wohnung betreten, kündigt die Eieruhr das Ende der Backzeit an. Aber Kuchen in der Mikrowelle? Da hab ich mich nie rangetraut. Umso schöner war es, als ich über das Buch “Schoko …

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Vesper mit gebratenen Knoblauch-Auberginen

Von meinen vielen Besuchen im Schwabenländle habe ich irgendwann einmal den Begriff “vespern” mitgebracht. Die Vesper war ursprünglich eine Zwischenmahlzeit, mittlerweile bezeichnet der Begriff aber eine in der Regel kalte Hauptspeise, die meistens abends serviert wird. Zur Vesper gehört all das, was beim Abendbrot dabei ist, Brötchen, Käse, Wurst, Aufstrich, aber auch Salat und allerhand Gemüse. In gutbürgerlichen schwäbischen Wirtschaften wird die Vesper mittlerweile auch um warme Bestandteile ergänzt, etwa Würstchen oder ein Spiegelei. Mit der Zeit habe ich den Begriff “Vesper” entlehnt, und die Vesper, die ich seit geraumer Zeit kultiviere, ist der schwäbischen auch sehr ähnlich. Gerade an warmen Tagen kommt es vor, dass ich wenig Lust habe, mich lange in die Küche zu stellen. Dann gibt es ein frisches Brot, Käse und Aufstrich vom Markt, einen Bauernsalat und gebratenes Gemüse, zum Beispiel Auberginen. Die werden erst in maximal 5 mm breite Scheiben geschnitten, auf ein Stück Küchenpapier gelegt und gesalzen. Zehn Minuten müssen sie so liegen, das entzieht ihnen die Bitterstoffe. Dann wäscht man sie ab und tupft sie trocken. Die Auberginen-Scheiben werden mit Knoblauch eingerieben, …

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Die Ruppertsklamm

Der beste Sport ist der, bei dem man gar nicht bemerkt, dass man gerade welchen macht. Und im allerbesten Fall ist man dabei auch noch an der frischen Luft. Von heftigen Aufstiegen mal abgesehen, ist das bei mir das Wandern. Klar geht der Puls hoch, mal mehr, mal weniger, aber nach vier Stunden fragt man sich dennoch, wo die Zeit hin ist. Und erst nach einer eben so langen Zeit werden langsam die Beine müde. Das Problem am Wandern: Für eine enspannte Wanderung von 15 Kilometern inklusive Anfahrt und eventuell einem Picknick kann man gut und gern einen halben Tag einplanen. Und wer hat denn schon zwischen Job, Hobbys, Verein, Haushalt und sonstigen Verpflichtungen einfach so übrig? Ich zurzeit leider sehr selten. Die optimale Alternative liegt direkt vor meiner Haustür: die Ruppertsklamm bei Lahnstein. Rund eine Stunde wunderschöner, fast alpiner Aufstieg, rund eine Stunde Abstieg und eine Anfahrt von unter 15 Minuten sind perfekt, um auch an einem stressigen, vollgepackten Wochenende nicht auf eine Wanderung verzichtet zu müssen. 235 Höhenmeter sind dabei zu bewältigen – auf gerade …

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Blitzfrühstück: Oatmeal mit Erdbeeren

Warmes Frühstück geht eigentlich immer. Es muss aber nicht jedes Mal eine deftige Variante sein, zum Beispiel ein Rührei oder ein Omelette. Es darf auch mal süß sein. Mein persönlicher Favorit ist, das ist ja kein großes Geheimnis, das Oatmeal. Mit circa 15 Minuten Zubereitungszeit kann es am Morgen auch problemlos mal mit Müsli oder Toast konkurrieren - vorausgesetzt, man hat nicht zu häufig die Snoozetaste gedrückt. Heute morgen gab es bei mir ein Oatmeal mit Erdbeeren. Dazu hab ich die Erdbeeren kleingeschnitten, mit etwas Vanillezucker gesüßt, das Oatmeal nach diesem Rezept für klassisches Oatmeal mit Vanillezucker zubereitet und mit etwas Vanillezucker serviert. Einen schönen Start in den Tag!