Mein erster Zweitausender: der Digerronden
Man sagt, es gibt diese Erlebnisse, die dich verändern. Momente, die dich erden und deinen Blick auf das Leben neu ausrichten. In 2015 Metern Höhe zu stehen, in die Ferne zu blicken und zu sehen, dass man ganz allein diese Höhe bewältigt hat, ohne fremde Hilfe, gehört definitiv dazu. In Norwegen habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Zweitausender bestiegen. Die Strecke fing idyllisch an: Auf schmalen Wegen, manchmal aus Kies, dann wieder aus Sand, näherten wir uns dem Digerronden. Aber mit jedem zurückgelegtem Meter, der uns näher an den Fuß des Berges brachte, wirkte der Anstieg steiler. Fast anderthalb Stunden Fußmarsch hatten wir schon hinter uns, aber kaum Höhenmeter bezwungen. Als bei rund 1400 Metern die ersten Mitglieder meiner Wandergruppe umkehrten, musste auch ich mich entscheiden. Die meisten derer, die sich entschlossen, weiterzugehen, waren gekommen, um den Berg zu bezwingen. Ich auch. Aber der Rest war trainierter, kräftiger, erfahrener. “Wer jetzt weitergeht, muss es bis zur Spitze schaffen”, hieß es. Es gab nur zwei Guides: Einer führte einen Teil der Gruppe hoch, der andere zurück ins Tal. “Katharina, du gehst …





